Konzept/Zielgruppe

 

Der Lehrgang richtet sich in erster Linie an Interessentinnen/Interessenten mit einem Abschluss als Fremdsprachenkorrespondent/in bSb, Fremdsprachensekretär/in bSb oder Europasekretär/in ESA. Abschlüsse anderer Prüfungsinstanzen können im Einzelfall auf Antrag evaluiert und als gleichwertig anerkannt werden. Personen mit langjähriger fremdsprachenbezogener Berufspraxis, die bisher keine Fremdsprachenqualifikation erworben haben, können ihre Kenntnisse evaluieren lassen und mit einer Ausnahmegenehmigung zu Lehrgang und Prüfung zugelassen werden.

Übersetzer/innen bSb beherrschen die jeweilige Fremdsprache auf dem Kenntnisstand C1/C2 des europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Sie übersetzen nach linguistischen Gesichtspunkten die verschiedensten Textsorten in die Muttersprache und in die gewählte Fremdsprache. Ihre Themen stehen vorrangig in Bezug zur Allgemeinen Wirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik sowie Kultur- und Landeskunde. Sie sprechen die Sprache fließend.

Übersetzer/innen finden hauptberuflich Beschäftigung in international orientierten Unternehmen. Dort erstellen sie die zum Firmenschwerpunkt, Tätigkeitsumfeld, Produktmanagement etc. erforderlichen Terminologielisten, sie fertigen Textzusammenfassungen oder sog. Abstracts an, redigieren fremdsprachliche und deutsche Texte usw. Oft übersetzen sie auch zusätzlich im Rahmen einer Assistenz- oder Leitungsfunktion. Auch der Weg in die Selbstständigkeit mit einem Übersetzungsbüro oder Büroservice ist möglich.

Das Übersetzerdiplom bSb ist ein aussagefähiger, anerkannter Nachweis und damit Türöffner, wenn ausgezeichnete schriftliche und mündliche Sprachkenntnisse auf dem gehobenen professionellen Level C1/C2 für eine Beschäftigung vorausgesetzt werden.

Unterrichtsfächer

Nr. Unterrichtsfächer
1 Vertiefung und Bearbeitung von Themen der Allgemeinen Wirtschaftslehre, Internationalen Wirtschaftspolitik sowie Geschichte, Kultur- und Landeskunde durch Studium von Fachliteratur, internationaler Fachpresse und Weltpolitik, Vorlesungen und Unterrichtsgespräche, Internetrecherchen etc.
1.1 Referate und Aufsätze zu verschiedenen Themen
1.2 Gespräche, Diskussionen, Präsentationen zu den verschiedenen Themen
2 Analyse und Übersetzung schwieriger wirtschaftsbezogener Fachtexte ins Deutsche
3 Analyse und Übersetzung schwieriger wirtschaftsbezogener Fachtexte in die Fremdsprache
4 Stegreifübersetzung schwieriger wirtschaftsbezogener Fachtexte ins Deutsche
5 Stegreifübersetzung schwieriger wirtschaftsbezogener Fachtexte in die Fremdsprache
6 Häusliche Studien (Vor- und Nachbereitungen)

 
Lehrgangsdauer/-umfang


Bei einer in VZ- bzw. TZ-Lehrgänge integrierten Fortbildung mit mindestens 320  Unterrichtsstunden
Berufsbegleitend (reiner Übersetzerlehrgang) mit mindestens 320 Unterrichtsstunden
Vollzeit (reiner Übersetzerlehrgang) mit mindestens 400 Unterrichtsstunden

Zulassungsvoraussetzungen

Zur Prüfung „Geprüfte Übersetzerin bSb / Geprüfter Übersetzer bSb“ kann nach einer Fortbildung an einer vom bSb anerkannten Bildungseinrichtung zugelassen werden, wer

  • mindestens einen Abschluss des schulischen Teils der Fachhochschulreife oder
  • einen Abschluss als Staatlich geprüfte/r Assistent/in oder Fremdsprachenassistent/in einer Höheren Berufsfachschule Wirtschaft und einen Abschluss als Fremdsprachen-korrespondent/in bSb, Fremdsprachensekretär/in bSb oder Europasekretär/in ESA nachweisen kann.
  • im Rahmen einer Zulassungsausnahmeregelung einen mittleren Bildungsabschluss, einen Abschluss als Fremdsprachenkorrespondent/in bSb, Fremdsprachensekretär/in bSb und darüber hinaus eine besondere Sprachbegabung in der gewählten Fremd-sprache nachweisen kann. Die besondere Sprachbegabung kann durch einen Notendurchschnitt in der gewählten Fremdsprache von wenigstens 2,5 und guten Kenntnissen der deutschen Sprache nachgewiesen werden.
  • Fremdsprachenabschlüsse anderer Prüfungsinstanzen können im Einzelfall auf Antrag vom bSb auf Gleichwertigkeit überprüft und anerkannt werden.
  • ein nach 4 Semestern abgebrochenes Sprachstudium an einer FH oder Universität in der gewählten Sprache nachweisen kann und in einen Aufnahmetest Sprach-kenntnisse nachweisen kann, die eine Zulassung rechtfertigen.
  • keine der vorgenannten Zugangsvoraussetzungen erfüllt, aber nachweisen kann, dass er/sie nach einem mindestens mittleren Bildungsabschluss eine mindestens 6-jährige Berufserfahrung mit Korrespondenz Übersetzungen etc. und in einem Aufnahmetest in der gewählten Fremdsprache nachweisen kann, die eine Begabtenzulassung rechtfertigen.

Die Kenntnisse in der gewählten Fremdsprache müssen bei Beginn der Ausbildung mindestens dem Niveau B2 des europäischen Referenzrahmens entsprechen. Diese sind bei einem Abschluss anderer Prüfungsinstanzen oder bei einem länger als 4 Jahre zurückliegenden bSb- bzw. ESA-Abschluss durch einen Einstufungs-test nachzuweisen.

Weitere bSb-Lehrgänge

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